|
Da die technische und die medienpädagogischen Analyse eng beieinander liegen und sich ergänzen, möchte ich die beiden Gebiete zusammen darstellen, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden.Da die technische und die medienpädagogischen Analyse eng beieinander liegen und sich ergänzen, möchte ich die beiden Gebiete zusammen darstellen, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden.
![]()
Nach der Installation der Software, die insgesamt aus drei CD-ROMs besteht, hat der User die Wahl zwischen ‚Ritter Arthaud’ und ‚Ritter Arthaud ohne die Einstellung des Bildschirms zu verändern’. Bei der ersten Möglichkeit passt der Computer den Bildschirm automatisch an, wobei die Auflösung des Bildschirms heruntergesetzt wird (bei mir auf 800 x 600 Pixel), was unter Umständen eine schlechte Bildqualität während des Spiels zur Folge hat. Nach Beendigung des Spiels wird die Auflösung zwar automatisch wieder zurückgesetzt, doch die Icons auf dem Desktop werden nicht auf die Originalplätze zurückgesetzt. Bei der zweiten Möglichkeit wird die Auflösung nicht heruntergesetzt, so dass man zwar eine gute Bildschirmqualität hat (Ausnahme bilden hier nur die Stadtpläne), nun erscheint das Programm aber in einem kleineren Fenster. Da ich die Software unter Windows XP getestet habe, konnte ich feststellen, dass es sowohl vermehrt zu Abstürzen des Programms kam als dass auch Ladezeiten entstanden, da während der Anwendung alle Daten von der CD ausgelesen werden. Das Spiel selbst kann jederzeit abgebrochen werden und ist somit auch wieder aufnehmbar, da die Zwischenstände gespeichert werden können. Es ist aber nicht möglich, sich mittels eines Kennwortes zu identifizieren und „sein“ Spiel fort zusetzten. Im Lieferpaket der Software ist neben den drei CD-ROMs auch ein Beiheft enthalten. Dieses ist sehr kurz und da es auch innerhalb des Programms keinerlei Benutzerhinweise gibt, ist man auf darauf angewiesen. Für die Navigation reicht die Beschreibung aus und wird präzise anhand von Abbildungen erklärt. Dennoch gibt das Booklet keinerlei Auskünfte über Lösungsmöglichkeiten bei den verschiedenen Etappen. Es gibt lediglich den Hinweis, dass „alle Rätsel lösbar (sind), auch wenn man manchmal kombinieren muss und ‚um die Ecken denken’ muss“. (Vgl. Beiheft zum Spiel „Ritter Arthaud – Abenteuer im Heiligen Land“, 9.) Innerhalb des Spieles besteht die einzige Navigationsmöglichkeit in der Benutzung der Maus, mit der Figuren bewegt und auch zum Sprechen gebracht werden können. Des Weiteren benötigt man die Maus, um sich Informationen aus QuickMove zu holen. Die Auswahl des Lernstoffes, sieht man von QuickMove einmal ab, kann nicht individuell zusammengestellt werden, was vor allem daran liegt, dass es ein Spiel und keine Lernsoftware im eigentlichen Sinne ist. Informationen zum Thema und zur Bewältigung der Aufgabe erhält der Spieler vor allem über Video- und Audiosequenzen. Daneben gibt es aber auch Rätseltexte und Geschicklichkeitsaufgaben, die Informationen vermitteln. Während des Spiels hat man im Hintergrund eine andauernde Geräuschkulisse, die an manchen Stellen unangebracht ist, an der man aber auch erkennen kann, ob eine Aufgabe richtig oder falsch gelöst wurde. Das Erscheinungsbild der Software ist durch die Einspielung von Videosequenzen, die mit echten Schauspielern gedreht wurden, sehr anspruchsvoll. Dabei werden Szenen, in denen Gefahr lauert, dunkler und lauter dargestellt, als Szenen, in denen nur Rätsel oder Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen sind. Diese Videosequenzen dienen hauptsächlich der Verbindung der einzelnen Etappen. Der Aufbau des Bildschirms ist einfach und übersichtlich und enthält eine Taste, mit der man direkt auch auf QuickMove zugreifen kann. Die sprachliche Ebene des Spiels wird für Schüler etwas schwierig sein, da man von Seiten des Herstellers darauf bedacht war, die mittelalterliche Sprache nachzuahmen, damit die Anwender sich besser in das historische Geschehen hineinversetzen können. Da das Spiel in Koproduktion mit einer französischen Firma entstanden ist, haben die handelnden Personen, soweit sie Europäer sind, französisch klingende Namen. Die Motivationsanreize bieten in dem Spiel vor allem die Rätsel als auch die Geschicklichkeitsaufgaben, die teilweise sehr witzig gestaltet worden sind, teils aber auch sehr schwierig zu lösen sind.
*Die Software ist auch auf einem Mac installierbar. Ich habe an dieser Stelle wegen des übersichtlicheren Vergleiches nur die Daten für einen PC übernommen. |
|
|